Barbara Böhme

 am Freitag  30.09 .2016 im Schlosskeller Saarbrücken

Beginn 18:00 Uhr     Der Eintritt ist frei

West-Papua

Neuguinea ist nach Grönland die zweitgrößte Insel der Erde.
Sie liegt im Pazifik und gehört geographisch zu Ozeanien, geologisch ist sie
dem australischen Kontinent zuzuordnen. Nach dem Ende der Kolonialzeit wurde
der östliche Teil der Insel zum unabhängigen Staat Papua-Neuguinea, während der
unter niederländischer Herrschaft stehende Westteil 1969 an Indonesien fiel. Er
wird heute allgemein als West-Papua bezeichnet.

West-Papua, "ein Stück vom Paradies, das auf die Erde
gefallen ist", das sagen viele Papuas, die traditionellen melanesischen
Bewohner, von ihrer Heimat. Sie sind stolz auf ihr Land "Tanah Papua" mit
seiner atemberaubenden Vielfalt an Lebensräumen: eine gewaltige Gebirgskette
durchzieht die Insel von Ost nach West mit dem knapp 5.000 m hohen Puncak Jaya,
dem höchsten Berg Ozeaniens. Es gibt Bergnebelwälder ebenso wie Tieflandregenwälder,
Mangrovensümpfe und Korallenriffe, aber auch Savannen und Grasland. Eine riesige
Zahl von Pflanzen- und Tierarten, insbesondere Insekten und Vogelarten zeugen
von der größten Biodiversität außerhalb der Amazonasregion.

Barbara Böhme bereiste die nördlichen Gebiete von der
Hauptstadt Jayapura bis zum Vogelkop-Gebiet bei Sorong und den vorgelagerten
Inseln. Am 30. September um 18 Uhr berichtet sie im Rahmen der Vortragsreihe
des "Vereins der Abenteuerfreunde" über ihre Reise in dieses arten- und
facettenrreiche Land, in dem sie auch Begegnungen mit den Menschen hatte, die von
der tragischen Geschichte des eigenen Volkes berichten, bis heute eine
Geschichte der Unterdrückung, von Menschenrechtsverletzungen und Betrug. Die
Zerstörung der Regenwälder, der Raubbau an wertvollen Tropenhölzern, der Anbau
von Ölpalmen, die Ausbeutung der Gas-, Gold- 
und Kupfervorkommen, die massive Umweltzerstörungen und -verschmutzungen
mit sich bringen, all dies gehört zur Realität in diesem Land.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

West - Papua